Archiv für den Monat: Juli 2013

26.07.2013, ….für immer…

…. bleiben wir zusammen. Das haben sich Sonja und Matthias versprochen, als sie ihr selbstgeschriebenes Ehegelübde bei ihrer Trauung vortrugen, was für ein wunderschöner, ganz zarter und kraftvoller Augenblick. In dem tollen Trau-Raum, dem separat liegendem Confideum des Landhotel Voshövel in Schermbeck, konnten wir nicht nur die ganz persönliche Trauung von Sonja und Matthias feiern, sondern auch den standesamtlichen Part ganz entspannt in die Zeremonie integrieren. Und während ich bei der Traurede noch davon sprach, dass Matthias Sonja nicht nur im übertragenen Sinne auf Händen trägt, konnte er das dann draußen direkt unter Beweis stellen – und Sonja durch das ausgeschnittene Herz tragen. Alle waren mit viel Freude und Einsatz dabei, auch als uns Christian von Seel Hochzeitsfotografie mit aller Energie beim Gruppenfoto dirigierte. Denn auch Petrus wollte zeigen, was er kann. Sonnenstrahlen brachen durch die Wolkendecke, genau als das frischer Brautpaar vor die Tür trat – und dann gab es eine kurzen Dusche – als das Gruppenfoto im Kasten war. Was für eine schöne Trauung, was für wunderbare Menschen: was schon in der Schulzeit begonnen hat, geht nun weiter, als Ehe. Für immer.

Sonja und Matthias Collage

DIY auf Schloß Frens, 20.07.2013

Miriams Liebe zum Detail und ihren Spaß am Basteln  konnte man bei dieser Hochzeit überall spüren. In jeder Ecke und auf jedem Tisch fanden sich kleine D(o) I(t) Y(ourself). Alles paßte so wunderschön zur eleganten Kulisse und den alten Räumen des Schloß Frens in Bergheim, und so genau zu der großen Hochzeitsgesellschaft, die bunt gemischt aus Freunden und Familie aus Deutschland und dem Baskenland bestand. Stilecht fuhr diesmal der Bräutigam in einem wunderschönen Oldtimer vor, es wurde ein bekanntes baksisches Lied, Baga Biga Higa zur Kerzenzeremonie gespielt, im Anschluß an die Trauung haben Freunde einen traditionellen baskischen Tanz für das Brautpaar und uns alle getanzt. Und während der Zeremonie haben Xabiers Tante und Cousine immer abschnittsweise den Text der Ansprache auf baskisch gelesen. So konnten alle Gäste hören, verstehen und spüren: Love is in the air.
Kennengelernt haben sich beiden übrigens zwischen Köln und Berlin. An Bord eines Fliegers.

Miriam und Xabier Collage_Fotor

…es wird noch schöner, 13.07.2013

… war die Antwort auf meine Frage, ob sich denn nach der Trauung etwas ändern werde.
Dessen bin ich mir sicher, denn Sylvia und André gehören so sehr zusammen und lieben sich so innig, dass sie gemeinsam alles zum Besten werden lassen. Dazu passte auch die wunderschöne Trauung in dem Hotel Villa Vogelsang in Essen-Steele Horst, einem echtes Kleinod. Die Zeremonie fand im großen Park statt, mit einem wundervollen Blick über die Ruhr, und einem herrlich alten Baumbestand, aus dem heraus die vielen Vögel ihr ganz eigenes Hochzeitslied für die beiden anstimmten. Und als dann zum Schluss der Zeremonie die Schmetterlinge davon flatterten, ganz zart und ganz kraftvoll, war das nicht nur der Beginn der Feier vor und in der schönen Villa, sondern auch ein zarter und kraftvoller Beginn einer noch schöneren Zukunft der beiden als Ehepaar.

Sylvia und Andre_Fotor

Wichtig ist, was wichtig ist.

Ich streiche grad an meiner selbstgebastelten Pflanzenleiter, draußen, bei Nacht unter den Sternen, unter den Wolken, und lasse meine Gedanken fliegen. Durch den Tag, die Nacht, die Zeit. Ganz oft findet mich in solcher Stund ein Lied, eine Melodie, Worte, Gedanken:

So einige Trauungen durfte ich dieses Jahr schon mitgestalten, dabei sein, wenn Menschen ihr Glück, Ihre Freude teilen. Ich habe den besten Platz dort vorne, schaue nicht nur das Brautpaar, sondern auch die Gäste an. Sehe Spannung, Erwartung, Freude, Nähe, Lachen, Tränen, Rührung
Ich berühre Menschen mit meinen Worten, höre  ich manchmal. Ich glaube, dass kommt auch daher, weil ich mich berühren lasse: von dem, was mir Menschen erzählen, mir die Paare im Vorfeld anvertrauen, lasse mich anrühren von den schönen, manchmal lustigen, manchmal romantischen Erlebnissen, bis es zur Trauung kam. Und ich höre auch von dem, was sich oft unbemerkt an diesem Tag in den Herzen der Menschen abspielt, von den Tälern, die durschritten werden wollen, den dunklen Stunden, die es zu überwinden gilt,von so manchem Hinderniss, und allesamt gehören auch sie zu jedem Lebensweg.
Viele Gäste kommen zu einer Hochzeit, und doch fehlen auch oft wichtige Menschen, können nicht dabei sein. Aus einfachen, praktischen Gründen, der Weg ist zu weit, es gilt, Haus und Hof und Tiere zu versorgen, und  niemand ist da, der das übernehmen könnte. Es fehlen aber auch Menschen, die verstorben sind, die nicht mehr bei uns sind. Egal, ob dieser Verlust ganz frisch, oder zumindest kalendarisch schon einige Zeit vergangen ist. Menschen, die fehlen, fehlen immer. Fehlen uns besonders dann, wenn es wichtig wird. Bei Geburstagen, Weihnachten, großen Partys, und vor allem, wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt.
Niemand kann diese Menschen ersetzen, die Lücke füllen, die sie hinterlassen. Aber wir können ihnen Platz einräumen. Sie in unserem Herzen bewahren, über sie reden.
Eine Hochzeit ist ein Freudentag, eine Feier, die im besten Fall in einer fetten Party mündet  und keine Gedenkstunde für Verstorbene. Doch wenn es Menschen gibt, die schmerzlich vermisst werden, mach ich sie gern hörbar, erwähne sie. Direkt oder nur angedeutet, so wie es gut ist.
Denn was wichtig ist, darf wichtig sein. Was wichtig ist, darf genannt, darf gehört werden.
Wichtig ist, was wichtig ist.
Dazu gehört dann auch, sich zwischendurch dessen gewahr zu werden.
Was ist wichtig. Worum geht es.
Jetzt, hier. Bei dieser Trauung, der Hochzeitsfeier genauso wie Angesichts schwerer Krankheit, bei Verlust, erlittenem oder vielleicht anstehendem. Durch diese tiefen Erfahrung von Freude und Leid, ganz oft ganz dicht beeinander, gewinnen vielleicht andere Dinge Wichtigkeit, verlagert sich der Schwerpunkt, gerät unsere Welt aus den Angeln, um sich dann irgendwann irgendwie wieder einzupendeln. Diese neu justierte Haltung gewährt uns dann vielleicht  manchmal eine neue Freiheit. Zu denken, erst einmal nur zu denken. Zu prüfen, und dann vielleicht einen Hauch anders zu handeln, mit neuen Schwerpunkten, anderen Zielen. Neuer Freiheit.

Zu diesen Gedanken habe ich die ganze Zeit ein Lied im Ohr, sicher aus anderen Gründen geschrieben, aber mit diesen wundervollen Textzeilen:

Über den Wolken muß die Freiheit wohl grenzenlos sein.
Alle Ängste, alle Sorgen, sagt man,
Blieben darunter verborgen und dann
Würde, was uns groß und wichtig erscheint,
Plötzlich nichtig und klein. Reinhard Mey

Diese Freiheit wünsch ich mir, wünsche ich Euch. Mit der Seele über den Wolken zu reisen, neue Perspektiven zu gewinnen. Diese Freiheit nehme ich mir: mich berühren zu lassen, nicht nur von den großen Dingen, sondern auch von den kleinen Erlebnissen, meinen eigenen und denen meiner, unserer Mitmenschen.

Wichtig ist, was wichtig ist.

 

 

 

… für Dich möchte ich ein besserer Mensch sein, 06.07.2013

… stand auf dem Progammheft für diese bunte und lebendige Trauung auf Hof Holt in Gelsenkirchen. Mit strahlender Sonne, strahlenden Gästen, viel Familie und noch mehr Freunden, und zwei Bräuten in weiß, ganz unterschiedlich, ganz sie selbst und wunderschön! Die ganze Zeremonie war durchdrungen von der Beteilung der Freunde und Familie und vor allem unbändigen Liebe der beiden zu einander. Aus dieser entspringt auch der tiefe Wunsch, für die andere ein „besserer Mensch“ zu sein, und die Gewißheit, dass  durch die gegenseitige Liebe in allen Lebenssituationen dieser „bessere Mensch“ zum Strahlen gebracht werden kann.Eine Besonderheit bei dieser Trauung war die Hochzeitskerze: sie hat 4 Dochte! Denn die Kerze wurde nicht nur von den Bräuten entzündet, sondern gemeinsam mit den beiden Töchtern. Diese Hochzeitskerze ist eine Familienkerze!

Und ihre ersten Schritte als Ehepaar gingen die beiden zu den Klängen und Worten der Sportfreunde Stiller  „will ich mit dem Kopf durch die Wand, legst Du mir Helm und Hammer in die Hand“: im festen Wissen, dass sie füreinander Schutz und Werkzeug sein wollen, sein werden, um das Leben gemeinsam zu meistern.

Gelsenkirchen_Fotor

Nina-traut-Euch, Freie Trauung gefällt dieser Artikel