Ich tue meinen Mund auf für die Stummen

Ich tue meinen Mund auf für die Stummen, für die Sache aller, die verlassen sind.
Ich tue meinen Mund auf und setzte mich ein für die, die alles verloren haben: ihre Heimat, ihre Seele, ihre Hoffnung, ihre Menschlichkeit.
Ich tue meinen Mund auf für die Verletzten, verletzt an Leib und Seele.
Ich tue meinen Mund auf für all die, die Angst haben:
Angst vor den Geistern des Gestern, den Tätern des Heute, dem Dräuen des Morgen.

Ich tue meinen Mund auf und erzähle.
Unbeirrt erzähle ich,
erzähle von meiner Hoffnung auf eine bessere Welt,
von meinem naiven Glauben an das Gute.
Von meiner Freude über Kleinigkeiten im Alltag,
dem Schönen vor der Tür.
Und lege Zeugnis ab v
om oft so unspektakulär friedlichen Umgang der Menschen miteinander.
Berichte vom Nicht-Berichtenswerten, vom Unspektakulären:
Vom Schönen und Zarten,
vom Kleinen und Sanften.                                                                                                                                                                                                                                                         

Ich tue meinen Mund auf für die Stummen, gleich welche Sprache sie verloren haben.
Ich tue meinen Mund auf für das Gute, das sovielen innenwohnt.                                                                                                                                                                                                                                                
                      

  [in freier Anlehnung an Die Bibel, Sprüche 31,8+9]

zuerst veröffentlicht auf facebook, 21.12.2016, überarbeitet März 2018

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